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Siebte holt sich Herbstmeister-Titel!

Fr., 5. Dezember 2025

(TEAM7) Nach unzähligen Verlegungsabfragen, konnte das Spiel der siebten Friesdorfer Mannschaft gegen die ersten Weilerswister mit einem Heimrechtstausch endlich Mittwochabend stattfinden. Vielen Dank an der Stelle an unsere Sportwartin und nochmals Entschuldung für den Klau der zwei Trainingsfelder.

Weilerswist lief mit sechs Recken auf, Friesdorf konnte gerade so vier aufbieten; viele angeschlagene Mitstreiter konnten sich nicht einfinden, sei es Krankheit, dem Wetter, Lustlosigkeit, Divertissements oder tatsächlich anderen wichtigen Gründen geschuldet.

Nach der Einführung in die Halle starteten die ersten beiden Doppel.
Andy (Jin) reminisziert über das Herrendoppel am Mittwochabend zwischen Friesdorf 7 und BC Weilerswist 1 nach; was ein nervenaufreibender Dreisatzkrimi.
„When the body reaches its limit, unyielding will lead you out of the encirclement. Communication and trust pave the way to victory  (Wenn der Körper an seine Grenze stößt, führt unbeugsamer Wille dich aus der Umzingelung. Kommunikation und Vertrauen ebnen den Weg zum Sieg.)“ 
–  Jin Guo (Andy)

Es war erst das zweite Mal, dass Max und Andy zusammenspielten, und der Spielstand sagt alles – es war ein brutales, hochintensives Duell. Beide Seiten wurden bis an ihre körperlichen und mentalen Grenzen getrieben. Bis der allerletzte Shuttle den Boden berührte, konnte niemand den Sieger vorhersagen.
Das Spiel fand in der Friesdorfer Mittwochstrainingshalle statt, wo die Feldmarkierungen verschlungener sind als die Gleise der Deutschen Bahn. Im ersten Satz agierten beide Paarungen vorsichtig und tasteten nach Schwachstellen. Doch die Gegner fanden schneller ins Spiel und zogen auf 11:6 davon. Max nahm sofort das Timeout, beriet sich mit Andy und passte die Taktik an – doch trotz aller Bemühungen verloren sie den ersten Satz 17:21.
In der Satzpause analysierten Max und Andy jedes Detail. Mit seiner Erfahrung identifizierte Max die Schwachpunkte und legte die Verbesserungen für den zweiten Satz dar.
Dann kam die wahre Prüfung. Früh im zweiten Satz brachten lange Ballwechsel und unablässiger Druck Andys Ausdauer in den Gefahrenbereich. „Jeder Antritt und jeder Smash fühlte sich an wie ein Aufstieg auf einen Berg. Wenn ich smashen wollte, wurde mir schwarz vor Augen – ich konnte den Shuttle nicht einmal mehr sehen, ich habe nur noch instinktiv geschwungen“, erinnerte sich Andy.

Glücklicherweise ließen auch die Gegner nach, Fehler schlichen sich ein. Durch Vertrauen und Entschlossenheit kämpften sich Max und Andy zurück und holten den zweiten Satz mit 21:19, womit sie den Entscheidungssatz erzwangen.
Im finalen Satz kehrten Max und Andy mit neuem Selbstvertrauen zurück. Aber nicht nur die Feldmarkierungen machten Probleme, Andy verhedderte sich auch im niedrig hängenden Basketballkorb hinter dem Feld. Alle vier Feldspieler wussten nicht wie man damit regelkonform umzugehen hatte. Aber unser Bundesliga Trainer Lennart wusste natürlich Rat: Wiederholung wegen zu wenig Abstand von Wand (Korb) zu Feld.

Getragen von purem Willen kämpften sie sich durch die Erschöpfung, lieferten spektakuläre Ballwechsel und kraftvolle Smashes. Die Anfeuerungsrufe und die Unterstützung von Jens und Helmut, die schon fertig waren, am Spielfeldrand gaben einen enormen Schub. Am Ende setzten sie sich 21:19 durch, holten einen hart erkämpften Sieg und damit einen wichtigen Punkt für das Team.

Im zweiten Doppel starteten Jens und Helmut gegen ein Mixed-Paar und wurden ganz schön gefordert von den Weilerswistern. Der erste Satz lief stark – viele Punkte wurden von Jens sauber abgefangen, und das Spiel war weitgehend unter Kontrolle und ging somit erstaunlich deutlich an Friesdorf mit 21:10.
Im zweiten Satz fanden die Gegner besser ins Spiel und führten sogar 20:18, und ging somit fast an den Gegner doch mit einem konzentrierten Finish drehten Jens und Helmut das Ding noch zu 22:20. 

Im darauffolgenden ersten Einzel machte es Jens dann unnötigerweise noch spannender - am Ende hieß es 21:17, 17:21 und 21:16, trotz diverser erfolgreicher Hechtsprünge des Gegners.  

Das dritte Doppel bestritten Andy, jetzt wieder erholt, und Helmut – und das deutlich souveräner. Andy motivierte Helmut konsequent zum Smash, die Gegner (ebenfalls ein Mixed-Doppel) machten viele Fehler, und das Spiel blieb klar in unserer Hand. Mit 21:09 und 21:12 holten die beiden einen ungefährdeten Sieg.

Max benötigte auch erstmal etwas Erholung bevor das zweite Herreneinzel angetreten werden konnte. Der Gegner war vom ersten Doppel bekannt bzw. berüchtigt jeden Smash noch vom Boden zu kratzen und viel zu laufen. Und Max ließ ihn laufen und musste zum Glück selbst wenig Strecke machen, weswegen beide Sätze relativ eindeutig 21:11 ausgehen.

Am Ende stand somit der perfekte 5:0 Sieg für unsere siebte da und damit auch der erste Tabellenplatz: Herbstsieger!

Die Ergebnisse findet ihr hier auf turnier.de!